
Im Sommer 2009 legte die Bundesregierung einen Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität vor. Der Entwicklungsplan soll dem Thema Elektromobilität einen politischen Rahmen für die nächsten 10 Jahre geben. Die Bundesregierung will damit u.a. die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung und die Markteinführung von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland voranbringen. Schon in zehn Jahren sollen hierzulande eine Million Elektromobile gespeist aus nachhaltig erzeugter Energie rollen, so das Ziel der Bundesregierung. Weitere Informationen siehe BMWi - Pressemitteilungen
Für die Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität wurde in einem Spitzentreffen der Branche mit der Bundeskanzlerin am 3. Mai 2010 die Nationale Plattform Elektromobilität etabliert. Auf dieser Plattform werden in einem Lenkungskreis die Interessen der Industrie und der Politik gebündelt und schließlich in sieben Arbeitsgruppen mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft ausgearbeitet. In dem Spitzengespräch einigte sich Politik und Industrie auf gemeinsame Ziele und verständigten sich auf Maßnahmen, mit denen die Ziele erreicht werden sollen. Weitere Informationen siehe Elektromobilität: Neue Wege in die Zukunft
Um möglichst zeitnahe und pragmatische Lösungen zu etablieren und die Ressourcenzusammenarbeit bei dem Thema Elektromobilität zu bündeln, wird die seit dem 1. Februar 2010 existierende Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität (GGE) als Dienstleister und Sekretariat der Nationalen Plattform Elektromobilität genutzt. Weitere Informationen siehe BMVBS-Pressemitteilung
Bis dato werden mit dem Schwerpunkt Elektromobilität in Modellregionen insgesamt 8 Städte und Regionen (darunter Berlin- Potsdam mit dem Projektverbund BeMobility) mit EUR 115 Mio. von insgesamt EUR 500 Mio. aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Die jeweiligen privaten Partner bringen zusätzlich erhebliche Eigenanteile ein. Weitere Informationen siehe BMVBS: Modellregionen Elektromobilität und beMobility.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert beispielsweise das im September 2009 von der Frauenhofergesellschaft gegründete Forum Elektromobilität e.V. mit Mitteln in Höhe von insgesamt EUR 30 Mio. aus dem Konjunkturpaket II. Weitere Informationen siehe Forum ElektroMobilität e.V.
Das Bundesumweltministerium hat vier Forschungsprojekte auf den Weg gebracht, um damit die ökologischen und wirtschaftlichen Effekte der Elektromobilität umfassend bewerten zu können. Ausgewählt wurden hierzu u.a. das Öko- Institut, das ISOE und die European School of Management and Technology. Weitere Informationen siehe BMU-Pressemitteilung
Darüber hinaus fördert das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Verbund mit der Industrie die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Hierfür werden im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP) bis 2016 EUR 1,4 Mrd. (EUR 700 Mio. aus öffentlicher Hand) eingesetzt. Mit dem NIP und dem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität werden nunmehr die Batterietechnologie und die Technologien für elektrische Antriebe komplementär verstärkt verfolgt. Weitere Informationen siehe BMVBS-Informationen